Prunkofen

Historismus, gegossen um 1885

Höhe: 225 cm

Breite: 52 cm

Tiefe: 42 cm

Heizleistung: 9 kW

Raumheizvolumen: 220 cbm

Ofen-Nummer: 195

Zustand: restauriert

Prachtvoll gegossener original  alter Gussofen aus der Wiedaer Hütte. Versehen  mit viel Bandelwerkornamentik. Eher typisch für die Zeit der Régence, wurde dieses Dekoelement aber auch gerne im Historismus angewandt. Ein Trompete spielender Putto steht in der Bekrönung. Frauenköpfe zieren die Türen des Warmhaltefaches und  im oberen  Bereich und auf der Feuerungstür ist jeweils ein Maskaron zu sehen. Oben noch etwas grimmig, unten  wo das Feuer brennt bereits lächelnd.

Beste Regulierbarkeit und Luftzufuhr über mehrere Ebenen. Primär – Sekundär – Luft sorgen für optimierte Verbrennung. Durch die Tertiär-Luftzufuhr wird eine noch emmissionsärmere Verbrennung gewährleistet. Weite Rauchgaswege sorgen für optimalste Nutzung des Brennmaterials und somit für hohe Energieausbeute.  Absolute Unabhängigkeit vom Strom sind die Besonderheiten auch bei diesem alten Ofen. Angenehme Strahlungswärme sorgt für ein gemütliches und gesundes Raumklima

Auf 1127 wird der Bau der ersen Schmelzhütte in Wieda erwähnt. Im Jahr 1562 ist erstmals eine Eisenschmelzhütte in Wieda bezeugt, deren Bedeutung eng mit der Gewinnung des Eisenerzes aus dem Kirchberggang im Kastental zusammenhängt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der seinerzeit höchste Hochofen im braunschweig-blankenburgischen Harz mit einer Höhe von 6,84 m errichtet. Die Guss-Ofen Produktion nahm zu dieser Zeit einen hohen Stellenwert ein. 1935 beteiligte sich die damalige Leitung der Hütte nicht am Rüstungsprogramm.

 

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